Wale – selbst heute gehörten sie trotz ihrer beeindruckenden Größe immer noch zu den meist erforschten, aber am wenigsten verstandenen Kreaturen der Unterwasserwelt. Wider Erwarten sind diese Riesen vom Charakter her normalerweise eher sanftmütig und völlig tiefenentspannt. Das erklärt auch, warum sie eine so große Faszination auf den Menschen ausüben. Doch es gibt noch viel, was es über dieses charismatische Meeressäugetier und seine Biologie zu lernen gibt.

Ein Gigantischer Wal Bedrangte Die Taucherin Bis Sie Verstand Was Er In Wirklichkeit Tat
Ein Beispiel dafür ist die spannende Begegnung zwischen einer Meeresbiologin und ihrem Forschungsobjekt auf den Cookinseln im Südpazifik. Ihre Erfahrung erschütterte nicht nur sie und ihre Kollegen, sondern verändert unser Denken über diese beeindruckenden Kreaturen.
Die Meeresbiologien
Das Erforschen und Studieren von Buckelwaren gehören zu Nan Hausers großen Leidenschaften. Die 63-jährige Meeresbiologin, die gebürtig aus Maine, in England, stammt, hatte die Hälfte ihres Lebens damit verbracht ihre Forschungsreisen zu dokumentieren und dabei so viele Wale wie nur möglich zu retten. Der Kampf um die Rechte und den Schutz dieser Tiere war ihre Lebensaufgabe.

Die Meeresbiologien
Was ihr an ihrer Arbeit besonderen Spaß machte, waren die regelmäßigen Schwimmeinheiten mit ihren Freunden, den Walen. Und obwohl sie es gewohnt war Seite an Seite mit den Riesen durch die Meere zu schwimmen, hatte sie Nichts darauf vorbereitet, was ihr an jenem Tag widerfahren sollte…
Ein Tag Wie Jeder Andere
Der Sommer näherte sich seinem Ende und Nan ging vor der Küste von Rarotonga über Bord. Sie wurde von ihrem Forscherschiff und ihren Kollegen begleitet, die ihre Schwimmroutine aus der Distanz beobachteten. Eine Drohne machte Aufnahmen aus der Luft, während Nan mit einer wasserfesten Kamera ausgestattet war. Sie dokumentierte ihren Ausflug mit einer kleinen Horde Buckelwale.

Ein Tag Wie Jeder Andere
Gerade hatte sie den gigantischen, männlichen Buckelwal fotografiert, als sie bemerkte, dass das Tier in ihre Richtung schwamm. Der Buckelwal wog geschätzte 23 Tonnen und war etwa 15 Meter lang. Nans Instinkt sagte ihr, dass etwas an dem Verhalten des Tieres nicht stimmte.
Abnormales Verhalten
Es war normal, dass sich Nan, wenn sie mit einer Horde Wale schwamm, sich ihnen annäherte, um sie besser beobachten zu können, doch es kam nie vor, dass sich die Tiere ihr näherten. Etwas stimmte hier nicht. Zügig schwamm der riesige Wal in ihre Richtung und Nan bemerkte zu spät, dass sie ihm nicht mehr entkommen konnte.

Abnormales Verhalten
Nan war voll in ihrem Element und konzentrierte sich darauf, den Annäherungsversuch des Wals auf Kamera zu bekommen. Zu allererst war sie schließlich Forscherin. Zunächst war sie nicht sonderlich über die Situation besorgt, doch das sollte sich schon bald ändern…
Eine Expertin
Glücklicherweise hatte Nan im Laufe der Jahre genug Erfahrung mit Walen gesammelt, um sich eine Expertin nennen zu dürfen. Das Schwimmen mit den Giganten gehörte schließlich zu ihrem Beruf. Doch das war neu für sie. Ein Wal, der sich so schnell näherte, konnte nichts Gutes bedeuten. Sie steckte in Schwierigkeiten! Je näher der Wal kam, desto stärker wurde ihr Fluchtinstinkt.

Eine Expertin
Normalerweise ignorierten die Meeressäuger die Taucher und schwammen unbeeindruckt an ihnen vorbei. Doch dieser Wal war anders. Seine ganze Aufmerksamkeit war auf Nan gerichtet. Schnurstracks schwamm er auf sie zu und hielt nicht inne als er ihren Körper berühre. Er schob sich zwischen Nan und das Schiff. Sie war gefangen!
Überlebenskampf
Nan zögerte keine Sekunde. Sie versuchte an dem großen Tier vorbei zuschwimmen. Doch der Wal rammte Nan und schob sie immer weiter weg von ihrem Forschungsschiff. Egal, welche Seite sie auch versuchte, es war vergeblich. Der Wal ließ sie nicht entkommen. Zumindest nicht freiwillig. Was wollte er nur von ihr?

Uberlebenskampf
In all den Jahrzehnten, die Nan schon mit Walen arbeitete, war so etwas in dieser Art noch nie passiert. Niemand, den sie kannte, hatte so etwas jemals beobachtet. Sie konnte dem Tier die raue Behandlung nicht verübeln. Wahrscheinlich war sich der Wal seiner Stärke nicht bewusst und wollte sie nicht bewusst verletzten. Trotzdem hinterließen seine Berührungen Spuren an Nans Körper.
Die Stärke Eines Wals
Nicht umsonst war Nan eine Wal-Expertin. Sie musste sich ihr Wissen wieder in den Kopf rufen. Während der Wal sie durchs Wasser schob, erinnerte sie sich daran, dass es besser wäre, sich jetzt nicht zu bewegen. Ein falscher Stoß durch den Wal könnte lebensgefährliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Die Starke Eines Wals
Der Buckelwal müsste nicht einmal seine ganze Kraft aufwenden, um ihre Knochen zu brechen oder ihre inneren Organe zu verletzten. Wenn der Wal nicht bald sein draufgängerisches Verhalten ändern würde, wäre das nur eine Frage der Zeit. Und plötzlich realisierte sie noch etwas anderes…
Abstand Von Den Seiten
Bisher hatte der Wal Nan mit seinem Kopf durch das Wasser geschoben. Eine falsche Bewegung von Nan und sie würde auf die Seite des Wals gedrängt werden. Dort wäre sie dann den seitlichen Flossen oder eventuell auch der Schwanzflosse schutzlos ausgeliefert.

Abstand Von Den Seiten
Auch wenn Wale nicht zu den aggressiven Tieren im Tierreich gehören, können sie durch ihre Stärke schnell zu einer Gefahr für den Menschen werden. Schon ein Stoß mit einer der Flossen oder dem Schwanz, reicht aus, um einen Menschen bewusstlos zu schlagen. Die Gefahr der Situation war Nan mehr als bewusst, trotzdem gab sie die Hoffnung nicht auf. Sie brauchte einen Plan!
Ruhe Bewahren
Um nicht in die Nähe der Flossen und des Schwanzes zu geraten, war es am sicherersten einfach in Kopfnähe des Wales zu bleiben. Immerhin hat ein Buckelwal keine Zähne, sondern nur weiche Barten. Während sie auf ihre Sicherheit achtete, hatte Nan trotzdem nur einen Wunsch: sie wollte so weit weg von dem Wal, wie nur möglich!

Ruhe Bewahren
Um ihrem Ziel näher zu kommen, musste sie zunächst versuchen Ruhe zu bewahren. Zumindest so gut sie es in den brenzligen Umständen konnte. Würde das Tier eine Veränderung in ihrem Verhalten bemerken, bestand das Risiko, dass auch der Wal seinen Plan ändern würde.
Voller Angst
Wer Nan kennt, der weiß, dass sie sich vor nichts mehr fürchtet als vor Spinnen. Sie musste sich oft Witze anhören, wie man nur Angst vor so einem kleinen Tier haben kann, dass man mit einem Finger wegschnipsen kann. Doch wenn es um das Schwimmen mit Walen ging, dann kannte Nan keine Angst. Auch wenn diese Tiere weit gefährlicher waren als eine kleine Spinnen.

Voller Angst
In dieser Situation spürte Nan zum ersten Mal, wie sich ein Gefühl der Angst in ihr breit machte. Bis jetzt hatte ihr theoretisches Wissen immer mit dem Verhalten der Tiere übereingestimmt. Warum verhielt sich dieses Tier so merkwürdig? Was wohl ihre Kollegen auf dem Schiff dachten? Verstanden sie, was hier vor sich ging?
Wichtige Dokumentation
Nan befand sich in einer Ausnahmesituation, trotzdem konnte sie ihr Forscher-Gen nicht abschalten und fotografierte und dokumentierte jede einzelne Sekunde. Auch ihre Fluchtversuche nahm sie mit der Kamera auf. Ihr wurde schummrig bei dem Gedanken, dass sie eventuell ihren eignen Tod filmte.

Wichtige Dokumentation
Auch ihre Kollegen verfolgten von dem Schiff aus fassungslos die ganze Situation. Natürlich machten sie sich große Sorgen um ihre Kollegin. Es gab jedoch nichts was sie tun konnten, außer tatenlos zuzusehen und zu hoffen, dass alles gut ausgehen würde.
Der Andere Taucher
Nan war nicht allein im Wasser. Zur Sicherheit tauchte man immer mit einem weiteren Taucher. Als Nan von dem Wal weggeschoben wurde, sah ihr Kollege hilflos zu. Er war noch unerfahren und konnte die Gefahr der Situation nicht richtig einschätzen.

Der Andere Taucher
Nan überlegte, ob sie mit Handzeichen auf die Gefahr, in der sie sich befand, aufmerksam machen sollte. Doch selbst, wenn sie dem anderen Taucher die Lage verständlich gemacht hätte, hätte der andere Taucher nichts für sie tun können. Wie sollte er ihr auch in dem Kampf gegen das mächtige Tier helfen? Nan war klar, dass sie auch sich allein gestellt war.
Der Wal Gab Nicht Auf
Immer weiter schon der Wal Nan durchs Wasser. Der Abstand zu dem Boot wurde immer größer. Der Wal dachte nicht daran aufzugeben. Inzwischen befand sich Nan im offenen Meer und konnte weder das Schiff noch ihren Kollegen sehen.

Der Wal Gab Nicht Auf
Es stand fest, dass dieses Verhalten nicht dem Textbuch entsprach. Zunächst einmal würde Nan die Tiere niemals in ihrem eigenen Lebensraum stören und berühren. Doch in diesem Fall war das nicht ihre Entscheidung. Die Angst schürte Nan den Hals zu, als sie feststellte, dass sie und der Wal nicht mehr allein waren. Ein weiteres Tier näherte sich aus der Tiefe…
Der Andere Wal
Nan bemerkte einen zweiten Buckelwal, der sich dem ungleichen Gespann näherte. Nan hätte es besser wissen müssen. Da Buckelwale sehr soziale Tiere sind, ließen andere Wale nicht lange auf sich warten. Es kam also nicht überraschend. Dass sich dieser Wal nicht so nahe an Nan herantraute, hielt seinen Kollegen nicht davon ab, Nan weiter durchs Meer zu schieben.

Der Andere Wal
Verzweifelt versuchte Nan eine Erklärung für das Verhalten der Tiere zu finden. Doch die Furcht lähmte sie. Sie konnte keinen klaren Gedanken fassen. Die einzige Frage, die sich in diesem Moment stellte, war, wie sie den Walen entkommen konnte.
Eine Prekäre Situation
Um es nett zu beschreiben: Nan befand sich in einer prekären Situation! Trotz allem war sie erstaunt über das Verhalten des anderen Wales. Er hatte nämlich damit begonnen mit seiner Schwanzflosse auf die Wasseroberfläche zu schlagen. Warum schlug er so wild um sich?

Eine Prekare Situation
Nan stand vor ihrem Rätsel. Sie war die Expertin und trotzdem konnte sie sich keinen Reim aus dem Verhalten der Tiere machen. Ein Wal, der einen Menschen entführte und ein weiterer der schon fast angriffslustig wirkte. Was war hier los?
Sie War Verletzt
Inzwischen konnte Nan schon einige blaue Flecken an ihrem Körper spüren. Sie wurde nun schon seit geraumer Zeit von dem Wal durch das Wasser geschoben. Von den Seepocken der Walhaut wurde Nans Körper wund gerieben. Nan wollte glauben, dass das Tier sie nicht absichtlich verletzte.

Sie War Verletzt
Doch sie musste sich ehrlich eingestehen, dass sie nicht wusste, was die Intensionen des Wals waren. Sie konnte sich also nicht sicher sein. Was wäre doch? Bei dem Gedanken wurde ihr schlecht. Nan hatte ein schlechtes Gefühl bei der Sache!
Kein Entkommen
Nan war schon eine viertel Stunde in Gefangenschaft des Wals. Jede Minute fühlte sich an wie eine Stunde. Immer noch machte der Riese keinerlei Anstalten sie gehen zu lassen. Und dann beobachtete sie etwas, das alles veränderte. Als sie den Grund hinter seinem merkwürdigen Verhalten sah, ergab plötzlich alles Sinn.

Kein Entkommen
Nans Herz überschlug sich fast vor Aufregung. Sie befand sich eindeutig in einer lebensgefährlichen Situation! Sie musste hier weg, und zwar so schnell wie nur irgend möglich! Doch der Buckelwal versperrte ihr unnachgiebig den Weg in die Freiheit.
Jäger Der Meere
Was hatte Nan gesehen? Nan hatte etwas in der Nähe des anderen Wales gesehen, was sein aggressives Verhalten erklärte. Er musste sich gehen einen Tigerhai verteidigen. Tigerhaie kennen wir auch als Menschenjäger. Zumindest, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Dieses spezielle Exemplar zeichnete sich auch durch seine überdurchschnittliche Größe von mehr als 4,5 Meter aus.

Jager Der Meere
Wäre die Situation nicht lebensgefährlich, hätte sich Nan mehr über die Erkenntnis gefreut, dass die Wale ihr nichts Böses wollten. Sie wollten sie lediglich vor dem gefährlichen Jäger beschützen. Doch Nan wusste, dass sie sich nicht auf den Schutz der Wale verlassen konnte. Die Gefahr war noch lange nicht gebannt.
Ein Gefährliches Tier
Oft denken wir bei Haien zuallererst an den Weißen Hai, da er uns durch für seine Angriffe auf Menschen bekannt ist. Filme wie „Der Weiße Hai“ haben diesen Ruf weiter untermauert. Tatsächlich ist es jedoch so, dass der Weiße Hai, auch wenn er größer und stärker als der Tigerhai ist, Menschen seltener angreift.

Ein Gefahrliches Tier
Außerdem attackiert der Tigerhai sein Opfer mehrmals, während der Weiße Hai im Normalfall nur einmal zubeißt und es dann liegen lässt. Plötzlich befanden sich Nan und ihr Tauchpartner in der Reichweite des gefährlichen Jägers. Mit letzter Kraft stieß sich Nan von dem Wal, der versuchte sie zu beschützen, ab und schwamm so schnell sie konnte zurück zum Boot.
In Sicherheit
Nan und ihr Tauchpartner hatten Glück und sie schafften es dem Tigerhai in letzter Minute zu entkommen. An Bord angekommen, brauchte Nan einige Minuten, um sich wieder zu beruhigen. Außer Atem erzählte sie ihren Kollegen von dem Tigerhai, der um das Boot herumschwamm. Langsam beruhigte sie sich wieder, als ihr bewusst wurde, dass sie endlich in Sicherheit war.

In Sicherheit
Es dauerte nicht lange und die Angst machte der Aufregung Platz. Nan realisierte endlich, was gerade tatsächlich passiert war. Ihre geliebten Freunde wollten sie nicht verletzen, sie wollten sie beschützen. Das, was Nan gerade im Wasser erlebt hatte, war etwas ganz Besonderes.
Letzte Kontrolle
Nan stellte sich an die Reling und blickte hinaus in Meer. Sie beobachtete, wie der Buckelwal einige Meter vor ihr aus dem Wasser schaute. Es erweckte den Eindruck als wollte er sicherstellen, dass Nan gesund und wohlbehalten an Bord angekommen war. Als er sah, dass Nan in Sicherheit war, spritzte er eine Wasserfontäne in die Luft und tauchte unter die Wasseroberfläche ab.

Letzte Kontrolle
Nan fühlte sich schlecht, dass sie an den guten Intentionen des Wals gezweifelt hatte. Das Tier wollte ihr einen wahren Freundschaftsdienst erweisen und sie vor den Gefahren des Meeres beschützen. Nachdenklich blickte sie den Walen nach. Sie musste sich hinsetzen, um zu verarbeiten, was sie gerade erlebt hatte.
Eine Gewagte Theorie
Nan zog sich zurück, um sich in aller Ruhe ihre Aufnahmen und die ihres Tauchpartners anzuschauen. Sie holte sich auch die Drohnenaufnahmen, die ein Kollege vom Deck des Schiffes aus aufgenommen hatte. Je mehr sie sah, desto überzeugter war sie von der Theorie, warum sich die Meeressäugetiere so ungewöhnlich verhalten hatten.

Eine Gewagte Theorie
Sie war der Ansicht, dass der Wal sie vor dem sich unbemerkt annähernden Hai zu beschützen wollte, indem er versuchte sie so nah wie möglich an seinem massiven Körper zu halten. Alles ergab endlich Sinn! Sie hätte nie geglaubt, dass ein Wal zu so etwas in der Lage sei und jetzt hatte sie es an ihrem eigenen Leib erfahren dürfen.
Der Superheld Des Meeres
Es gibt nach wie vor Dinge über Buckelwale, die immer noch im Verborgenen liegen und nicht richtig verstanden werde. Das ändern auch die vielen Dokumentationen über sie nicht. Denn all das theoretische Wissen hatte Nan in dieser Situation im ersten Moment nicht geholfen.

Der Superheld Des Meeres
Es konnte im Jahr 2016 gezeigt werden, durch eine Studie von mehr als 100 dokumentierten Fällen im Verlauf von 60 Jahren, dass Buckelwale nicht zögern ihre eigenen Kälber zu retten und sogar Tiere einer anderen Spezies, wie Delfine oder Robben. Davon, dass Wale auch Menschen retten, hatte zuvor noch niemand etwas gehört!
Ein Einzigartiger Fall
Es ist also keine Neuigkeit für Wissenschaftler, dass Buckelwale zu den hilfsbereitesten Tieren im Tierreich gehören. Einmal wurde beispielsweise der Marineökologe Robert Pitman Zeuge einer außergewöhnlichen Situation. Er beobachtete, wie ein Buckelwal einer Robbe dabei half einem Killerwal zu entkommen.

Ein Einzigartiger Fall
Doch Nans Fall war etwas anderes. Zuvor hatte es noch keinen Bericht davon, dass ein Wal einem Menschen geholfen hat, gegeben. Was für eine Ehre für Nan, die darin eine Bestätigung sah den richtigen Beruf gewählt zu haben. Auch wenn es an Nans Geschichte nichts zu rütteln gab, gab es einige Wissenschaftler, die sich kritisch zu dem Fall äußerten.
Unterschiedliche Meinungen
Es überrascht uns nicht, dass sich Nans Geschichte rasend schnell verbreitete. Was jedoch verwunderlich ist, ist die Tatsache, dass es die Wissenschaftler in zwei Lager spaltete. Auf der einen Seite waren die Unterstützer von Nan und ihrer Theorie. Für sie lagen die Absichten des Wals auf der Hand.

Unterschiedliche Meinungen
Doch es gab auch die Wissenschaftler, die Zweifel an Nans Erklärung hatten. Sie waren überzeugt, dass es auch andere Erklärungsmöglichkeiten gäbe. Sie behaupteten, dass der Wal selbst vor dem Hai fliehen wollte und Nan nur versehentlich mitgeschleppt hatte. Nan konnte darüber nur den Kopf schütteln…
Beweise Sammeln
Glücklicherweise hatte Nan Aufnahmen von der Geschichte und das aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln. Bilder von der über ihr kreisenden Drohne, von ihrem Tauchpartner und von ihrer eigenen Unterwasserkamera halfen ihr dabei Beweise für ihre Theorie zusammenzustellen.

Beweise Sammeln
Die Menge an Beweisen war überwältigend. Es bestand so gut wie kein Zweifel, dass Nan mit ihrer Theorie Recht hatte. Doch Nan war auch nicht naiv. Es war wichtig sich auch über die Motivation des Wals Gedanken zu machen und sie in ein realistisches Licht zu rücken.
Selbstloses Handeln
Als emotionales Wesen, ist es verlockend den Wal als einen Freund zu bezeichnen, der aus reiner Empathie handelt. Doch Nan wusste, dass sie vorsichtig mit der Wortwahl sein musste. Sie konnte den Wal nicht auf die gleiche Stufe wie einen Menschen stellen und versuchen sein Handeln aus einer menschlichen Sicht zu interpretieren. Im Tierreich spricht man in so einem Fall von Altruismus, also selbstlosen Handeln.

Selbstloses Handeln
Zwischen Altruismus und Empathie gibt es einen kleinen, aber feinen Unterschied. Die Frage ist, ob Tiere wirklich Empathie empfinden können. Es gibt jedoch viele Berichte über Altruismus im Tierreich und kann immer wieder bei unterschiedlichen Tierspezies beobachtet und sozio-biologisch erklärt werden.
Emotionen Oder Instinkt?
Robert Pitmas, der Marineökologe versucht die Unterschiede zwischen mitfühlendem und altruistischem Verhalten zu erklären. Während Menschen ein Tier aufgrund von Mitgefühl schützen wollen, weil sie sich selbst in die Lage hineinversetzen können, hat das selbstlose Handeln bei Tieren auch eine andere mögliche Erklärung.

Emotionen Oder Instinkt
Es wäre beispielsweise auch eine Möglichkeit, dass der Wal aus Instinkt gehandelt hat, als würde er seinen eignen Nachwuchs schützen. Da Nan ihn in diesem Moment daran erinnert hat, folgte er seinem Instinkt und schützte die schutzlose Taucherin. Es ist jedoch schwierig eine eindeutige Aussage über die wahren Hintergründe zu treffen.
Noch Eine Besondere Begegnung
Schon kurz nach dem beeindruckenden Erlebnis wagte sich Nan zurück ins Meer, um wieder mit den Buckelwalen zu schwimmen. Auch dieses Mal waren sie vor der Küste von Rarotonga unterwegs. Zunächst schien an diesem Tag alles normal zu laufen, bis sich wieder ein Buckelwal unverhofft näherte.

Noch Eine Besondere Begegnung
Im Gegensatz zum letzten Mal kam dieses Mal ein Weibchen angeschwommen. Respektvoll beobachtete Nan die große Kreatur. Sie hatte ihr Urvertrauen in die Wale zurückgewonnen und hatte keine Angst vor dem, was als nächstes passieren würde.
Das Geschenk
Immer weiter näherte sich der weibliche Buckelwal, bis sich das Weibchen direkt unter Nan mit etwas mehr als einem Meter Abstand auf den Rücken drehte. Nan hatte schon einiges erlebt, doch auch das war ihr neu! Die Waldame spreizte ihre Brustflossen in Nans Richtung. Es sah aus als würde sie eine Umarmung andeuten. Nan war hin und weg!

Das Geschenk
Sie hätte sich kein besseres Geschenk für ihren Geburtstag, der tatsächlich auch an diesem Tag war, vorstellen können. Innerhalb weniger Wochen hatte sie zwei so einschneidende Erfahrungen machen dürfen. Nan war mit Dankbarkeit erfüllt und hat ihre Geschichte mit der Welt geteilt und viele Herzen berührt.
Happy End
Nan Hauser hatte ihre Bestimmung gefunden. Sie konzentrierte ihre Arbeit fortan auf den Südpazifik und hatte dort ihr Basislager auf einer der Cook Inseln, Rarotonga, eingerichtet. Mit Hilfe und Unterstützung ihrer Kollegen schaffte sie es 772,000 Quadratmeilen um die Insel herum in ein riesiges Walschutzgebiet zu verwandeln.

Happy End
Darüber hinaus errichtete sie ein Zentrum für Walforschung und Erhaltung auf Rarotonga. Nan verdankt dem Wal vielleicht ihr Leben und sie hat sich revanchiert, indem sie einen sicheren Hafen für die Meeressäugetiere geschaffen hat. Das nennen wir ein wahres Happy End!